Zwischenmenschliches

Donnerstag, 5. November 2009

Wussten Sie...

... dass es nicht ratsam ist, mit einem Verkaufstrainer mittleren Alters in einer Kleinigkeit seines 2-tägigen Vortrages nicht ganz einer Meinung zu sein?

Ich nicht.
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Mittwoch, 21. Oktober 2009

Hochzeitsvorbereitungen

Meine Lieblingscousine heiratet. Am Samstag. Wie immer bin ich verdammt spät dran. Ein 10-strophiges Gedicht, das ich von Hochdeutsch in Mundart umgedichtet habe (schließlich befinden wir uns in der tiefsten Steiermark), will noch auswendig gelernt werden. Selbiges Gedicht will noch auf A3-färbiges Papier aufgedruckt werden, mit Bändern verziert und gerahmt werden. Ich bin spät dran, und bastlerisch völlig unbegabt. Die Bänder habe ich in einer Harakiriaktion am Freitag bereits erstanden. Gestern habe ich ebenfalls in einer Harakiriaktion ein Dirndlkleid für mich und eine Lederhose samt Jacke für den HTT besorgt – schließlich ist es eine Trachtenhochzeit. Und wenn in der tiefsten Steiermark eine Trachtenhochzeit gefeiert wird, kommt man nicht modern. Man will sich schließlich nicht den Unmut der Verwandten, geschweige denn der Mutter zuziehen. Obwohl seit gestern nicht gewiss ist, ob Mutter teil nimmt. Sie hat zumindest mal angefragt, ob sie denn eventuell mit mir mitfahren könne, weil ihr Freund die Hochzeit verweigert, jedoch muss sie, wenn sie mit mir fährt, eine Übernachtung in Kauf nehmen, was sie überhaupt garnicht mag. Autofahrten mit meiner Mutter sind sehr sehr anstrengend. Eineinhalb Stunden mit ihr auf engstem Raum führen meist zu nicht wiedergutzumachenden Auseinandersetzungen. Aber sie kann es sich ja schließlich noch anders überlegen und der Hochzeit fern bleiben.
Da ich derzeit Lieblingsziel meiner giftsprühenden Mutter bin, sie in letzter Zeit den Bogen bereits mehrmals überspannt hat, und auch mein Geduldsfaden irgendwann reisst, wünsche ich mir fast, sie entscheidet sich fürs Daheimbleiben.

Notiz an mich selbst: Husch husch, es ist bereits Mittwoch, das Geschenk ist noch nicht fertig!!!
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Dienstag, 20. Oktober 2009

Beziehungsweise

Mein HTT erzählt im angeheiterten Zustand vom Keller räumen, und veranschaulicht mittels großen Gesten, wie er die Lampen, die er schon vor der Siedelei wegwerfen wollte, was ich ihm untersagt hatte, nach nunmehriger Erlaubnis zum Auto und danach zum Entsorgungshof brachte. Während meine Freundin und ich vor Lachen den Tränen nah sind, ist die Tochter der Freundin aufgrund unserer gegenseitigen Neckereien und Zurechtweisungen überzeugt: „Nein, ich bin sicher kein Beziehungsmensch! Ich bleibe lieber allein!“
Ich hoffe, wir haben keinen Schaden fürs Leben hinterlassen!
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Donnerstag, 15. Oktober 2009

Vom Schreien und Kommen

Im Zuge unserer Umbau- und Einzugsarbeiten ergab sich folgendes Gespräch:

HTT: Fly, kannst du mal herschauen?

Fly: Schatz, ich hab grad die Hände voll!

HTT: SOFORT!

Fly: Huch! Ich eile!

Ich lasse alles fallen und stürme zum soeben vom HTT montierten Schlüsselkasten: Was gibt’s?

HTT: Sag mir, welche von den Schlüsseln du noch in Verwendung hast, und welche nicht.

Fly: Und dafür musste ich jetzt alles liegen und stehen lassen?

HTT grinst diabolisch: Ich muss auch immer sofort kommen, wenn du schreist!

(Nur im Falle Zweifel aufkommen sollten: "Schreien" steht in dem Falle für "mich rufen"!)
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Mittwoch, 23. September 2009

Oh wie ich das mag....

... wenn man mir erst sagt, ich soll das entscheiden, und mir dann sagt, meine Entscheidung sei nicht gut, und man möchte es genau anders rum haben.
Quasi ein Test, ob ich "richtig" entscheiden würde.
Thanks, you made my day!
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Donnerstag, 3. September 2009

Nachmotzen

Nachmotzen ertrag ich ja überhaupt nicht! Wenn etwas vermeintlich fertig diskutiert ist, und ich bin beim weggehen, und jemand motzt mir dann nach, dann schlägts Granada. Wollte ich nur erwähnt haben.

(Und dabei geht es NICHT um meinen halben Twintower!)
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Freitag, 21. August 2009

Freude schenken

Freude schenken ist in unserer Familie garnicht so einfach.

Mein Onkel feiert am Samstag seinen 70igsten Geburtstag. Da ich bei meiner Großmutter aufwuchs und diese 10 Kinder hatte, die wiederum teilweise bereits verheiratet waren, aber alle entweder in Großmutters Haus oder in der ganz nahen Umgebung lebten, hatte ich viele Ziehväter und Ziehmütter. So auch mein oben genannter Onkel, der einer der wenigen war, bei dem ich mich sehr wohl und aufgehoben gefühlt habe, der mich nicht andauernd ausgeschimpft oder zurechtgewiesen hat, der viel mit mir unternommen hat...

Also habe ich gestern abend ein Gedicht geschrieben, über meine Erlebnisse mit meinem Onkel. Beim Schreiben schon kamen mir die Tränen der Rührung. Mein Onkel wird sich über dieses Gedicht sehr freuen, und wird ebenfalls Tränen der Rührung in den Augen haben.

Im selben Moment denke ich daran, dass meine Mutter vermutlich ebenfalls bei der Feier sein wird. Lese ich dieses Gedicht vor, fühlt sie sich wieder zurückgesetzt. Dabei würde es grad so gut funktionieren zwischen uns zwei. Will ich das wirklich gefährden?

Antwort: Ja. Sie hat mich bei den Großeltern abgegeben. Es war nicht meine Entscheidung, bei ihren Eltern und all ihren Geschwistern groß zu werden. Und wenn ich meinem Onkel "Danke" sagen möchte, vor versammelter Mannschaft, dann muss sie das "halten können". Wenn sie nicht damit zurecht kommt, muss sie halt wieder ein paar Wochen spinnen. Ich kann ihr nicht helfen.
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Dienstag, 11. August 2009

Ich mag...

Ich mag es, wenn du mich mit Blicken ausziehst.
Ich mag es, wenn du mich leidenschaftlich küsst.
Ich mag es, wenn du mich fest an dich drückst, deine
Hände auf meinem Arsch, und dich an mir reibst.
Ich mag es, wenn du meine Brüste in die Hand nimmst und feststellst, dass diese die deinen sind.
Ich mag es, wenn du mir sagst, dass du mich geil findest.
Ich mag es, wenn du mir sagst, was du magst.
Ich mag es, wenn du in tiefere Regionen vordringst, und deine Zunge meine Scham erforscht.
Ich mag es, wenn du mir sagst, ich soll mich umdrehen.
Ich mag es, wenn du in mir bist, und mir sagst, wie sehr es dir gefällt.
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Montag, 10. August 2009

Teens & Twens

Die Tochter einer Freundin feierte gestern 17. Geburtstag. Und hat Liebeskummer. Weil ihr 24jähriger Freund in der Nacht zu ihrem Geburtstag Schluß gemacht hat. Obwohl, so ganz stimmt das nicht. Erfahren hat sie das erst, als sie am nächsten Tag die Mutter ihres Freundes angerufen hat, die dann meinte, der Sohn hätte ihr gesagt, die Grillfeier wäre abgesagt, es sei Schluss.

Armes Mädchen - ums Verrecken möcht ich diese Zeit nicht mehr erleben. 17. Geburtstag völlig versaut. Sie hielt sich tapfer, obwohl sie sehr traurig war. Sie tut mir leid, die Kleine. Aber da mussten wir alle durch.

Und ihm möchte ich zurufen: feige Sau!
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Freitag, 31. Juli 2009

Freunde IV

und damit der letzte Beitrag der Miniserie ;-)

Es mutet mich eigenartig an, dass alle mir wirklich nahe stehenden Freunde mein Leben über kurz oder lang verlassen. Trotz intensiver Selbstreflektion kann ich nichts feststellen, was derartige Aktionen rechtfertigen würde. Von Freunden erwarte ich mir, dass sie mich akzeptieren, wie ich bin, so wie ich es ihnen gegenüber ja auch praktiziere. Und so ein schrecklicher Mensch bin ich nicht, dass man es mit mir nicht aushalten würde. Glaube ich. Wenigstens.

Wenn dieses Freunde-Sterben so weitergeht (eine weitere Freundin ist vor einiger Zeit von hier weggezogen, die Freundschaft funktioniert zwar auch auf die Entfernung, aber sie ist eben nicht vor Ort), sehe ich mich als einsamen Menschen, außerhalb meiner Beziehung mit meinem halben Twintower.
Alle Versuche, neue Freunde zu finden, und Vertrauen zu ihnen zu fassen, verlaufen irgendwie im Sand. Obwohl ich sehr kontaktfreudig bin. Obwohl ich, meines Erachtens nach, ein sehr umgänglicher Mensch bin. Mit dem Alter wird es schwieriger, echte Freundschaften zu schließen, stellte ich fest.

Es ist kein Problem in dem Sinn, ich habe sehr nette und liebe Leute in meinem Umfeld, mit denen ich gerne etwas unternehme oder auch bequatsche, aber Vertraute habe ich nur noch B, die weggezogen ist, die ich nur noch telefonisch besudern kann, und die sich mein Gesudere anhört, selbst aber nie sudert. Einseitig irgendwie.

Dieses Thema beschäftigt mich schon etwas länger, und immer wieder stelle ich fest, dass es zwar neue Bekannte in meinem Leben gibt, sich aber daraus keine Freundschaften entwickeln. Warum ist das so? Finde ich den Fehler bei mir bloß nicht? Oder wird es, je älter man wird, tatsächlich schwieriger, enge Freundschaften zu knüpfen? Geht es da anderen Menschen genauso wie mir?
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