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Wohnen

Montag, 2. November 2009

Neues Wohnen

Zusammenziehen war für mich immer mit Angst behaftet. Da ich selbst nicht grade ein einfacher Mensch bin, es mit meiner Flexibilität nicht grad weit her ist (im privaten Bereich...) und meine Beziehungen ja alle eher von kurzer Dauer waren, habe ich mich auf das Abenteuer "Zusammenziehen mit dem HTT" mit Bauchschmerzen eingelassen.

Was habe ich jetzt davon?

Der HTT war dieses Wochenende auswärts, und ich fühlte mich so richtig alleingelassen in der großen Wohnung. Ist mir in meinem Leben noch nie passiert. Eigenartiges Gefühl, sowas!

So schnell geht das also, und ich bin allein nicht mehr lebensfähig. Interessante Erfahrung.
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Montag, 19. Oktober 2009

36

Das ist die Zahl des Wochenendes! 36 Leute waren bei unserem "Tag der offenen Tür", eine getarnte Einweihungsfeier, unserer neuen Wohnung.

Geplant war, dass ab 14.00 Uhr tröpfchenweise bis zum Abend die Familie und Freunde ankommen, sich auf ein Stünderl niederlassen und dann wieder gehen.

Tatsache war, dass ab 14.30 Uhr die Bude mit etwa 25 Leuten voll war.
Lustig war's. Sehr lustig. Das "Help-Yourself-Motto" wurde hervorragend übernommen, und das Wahnwitzigste: Trotz Überfüllung sind sie alle geblieben!

Wenn auch ein Teil der Familie (und zwar der engesten Familie) wieder einmal mit Abwesenheit geglänzt hat, so muss ich doch sagen, die 36 Personen, die uns mit Glückwünschen überhäuft haben (und auch mit Geschenken...YEAH!) haben diesen Tag zu einem einmaligen Erlebnis gemacht!
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Mittwoch, 7. Oktober 2009

Pfiatigott

Pfiatigott, Guatenocht in unsam Zimma is a Gösn
a bluatrünstige Gösn,
do werma heute nacht nur dösn
baba erquickender Schlof.
(Ludwig Hirsch)

Jede Nacht quälen mich nun diese Viecher. Wir erschlagen eine, und zum Begräbnis kommen 10, die mir dann als Racheakt meinen letzten Tropfen Blut aussaugen. Nicht meinem HTT. Neinein, der bleibt verschont!!!

Also, wenn ich mich in letzter Zeit viel gekratzt habe, liegt das nicht daran, dass ich mich nicht gewaschen hätte!
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Freitag, 2. Oktober 2009

Große Klappe, viel dahinter!

Ach, das ist nett, dass der Herr Elektriker, der grad in der Firma unterwegs war, mir eine Steckdose schenkt, die ich in der Wohnung noch brauche. Wer sagt’s denn. Hochkommunikative Menschen wie ich einer bin erzählen halt immer allen alles und kriegen dafür Dinge zum Arsch getragen, für die sie sonst extra in den Baumarkt fahren und dafür auch noch bezahlen müssen. Die große Klappe hat eben oft auch ihre Vorteile!

Dass ich mir erklären ließ, wie man die Steckdose anschließt, eine halbe Stunde lang herumgefummelt habe, zwischendurch ein kleines Feuerwerk stattfand, ich dann aufgab, fernsehen wollte, doch leider kein Strom mehr da war, weil das Feuerwerk einen Kurzen verursachte, erzähl ich jetzt lieber nicht!
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Mittwoch, 30. September 2009

Ist das normal?

Was bedeutet es, wenn beim "Durch-die-Wand-Bohren" ein etwa 5 x 5 cm großes Stück Wand verlustig geht, mich das jedoch unberührt lässt?

Was bedeutet es, wenn an einer anderen Stelle für das bloße Regal-Anschrauben durch die Wand gebohrt wird, sodass in meinem Badezimmer eine Fliese ein 3 x 3 cm großes Loch aufweist, und ich mich darüber nicht aufrege?

Was bedeutet es, wenn eine Satschüssel am Balkon montiert wird, und die Schraube dabei das Holz des Balkons spaltet, dies notdürftig mit Kabelbindern abgesichert wird, und ich es mit einem Schulterzucken hinnehme?
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Dienstag, 29. September 2009

Alles Neu!

Wenn ich daheim auf die Toilette möchte, lande ich in der Speis. Wenn ich eine Zigarette rauchen gehen möchte und den Balkon betrete, habe ich sicher kein Feuerzeug dabei, das lag früher halt immer genau neben dem Aschenbecher. Die Wege heute morgen waren sehr lang, weil sich mein morgentlicher Weg noch nicht eingespielt hat, und ich fand mich in der Küche wieder, mich selbst fragend, was ich hier eigentlich will. Um ja nichts zu vergessen, betrat ich heute morgen jeden einzelnen Raum meiner neuen Wohnung...

Ja, jetzt ist es amtlich, ich bin umgezogen.

Die Schlüsselrückgabe der alten Wohnung fiel mir ausgesprochen schwer, achteinhalb Jahre verbrachte ich dort, und ich war sehr gern dort.

Trotzdem ist die neue Wohnung schon "dahoam" in meinem Sprachschatz, was mich sehr verwundert, aber auch freut. Vermutlich, weil sie sehr kuschelig und schön geworden ist, all die Denk- und körperliche Arbeit der letzten 8 Wochen hat sich gelohnt.

Die Nebenresultate des Siedlungswochenendes sind nicht ganz so schön, aber durchaus erträglich ;-): Kaputte Fingernägel, Muskelkater, Müdigkeit, und 2 zerbrochene Gläser aus meinen Bambus-Teelichthaltern, die ich vermutlich nie wieder nach kriege.

So gesehen ist allerdings recht wenig kaputt geworden - wenn ich da an meine letzte Siedelei denke....

Und nun: Call me Wohnungsbesitzerin :-))!
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Dienstag, 22. September 2009

Alles wird gut

Ich habe in einer Woche 3 kg verloren. Das ist der positive Nebeneffekt des Stresses, der mich zur Zeit auf Trab hält.

Am Samstag nacht kamen wir aus Rom retour, am Sonntag wurde mit four-men-power in der Wohnung gearbeitet: Ikea-Kästen aufbauen (die verdammten Schiebetüren!!!), Bad versilikonisieren, Karniese (4,5 m Länge) aufhängen, und allerlei Krimskrams nebenbei erledigen. Dauer: 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr. (Ich hasse Ikea! Nach wie vor! Aber die Kästen sind zugegebener Maßen sehr stabil und sehr schön!)

Gestern abend haben mein HTT und ich die neue Wohnung geputzt (inklusive Kästen natürlich) und das Innenleben der Kästen eingerichtet. Bis 21.30 Uhr. Nach der Arbeit natürlich.

In 4 Tagen beginnt ein neuer Lebensabschnitt für mich. Ich habe noch nie mit einem Mann Tisch und Bett geteilt. Zumindest nicht länger als eine Nacht!!
Da wir uns aber bei all unseren gemeinsamen Aktivitäten für die Wohnung nicht gegenseitig zerfleischt haben (was größtenteils der Verdienst des HTT zu sein scheint), blicke ich mutig in diese gemeinsame Zukunft - wir werden das packen! Ganz bestimmt! Und ich lerne jeden Tag etwas mehr, mich zurückzunehmen!
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Donnerstag, 10. September 2009

Endlich

Endlich geht was weiter! Wir sind nicht mehr in der Planungsphase, langsam geht es an die Umsetzung.

Während mein Halber Twintower in Urlaub weilt, haben meine Nachbarn & Freunde und ich gestern abend in der Wohnung einiges zuwege gebracht. Das Bad ist fertig (will heissen, der Spiegelschrank inkl. Beleuchtung inkl. Ablagebrett hängt, die Duschwand auf der Badewanne und auch der Handtuchthalter sind montiert), die neue Klobrille ist ebenso montiert und auch mein Wäscheausziehdings (ich hab keinen anderen Namen dafür) am Balkon hängt wunderbar.

Die Wohnung nimmt Formen an. Es wird auch Zeit. Wenn ich die Brille runternehme, kennt keiner mehr den Unterschied dank der schwarzen Ringe unter meinen Augen.

Mein Körper fängt langsam an, sich zu rächen für die letzten beiden Monate Vollgas. Schnupfen, Halskratzen, unendliche Müdigkeit sind meine Begleiter. Hilft nix, 14 Tage muss ich noch durchhalten, danach darf ich endlich wieder zur Ruhe kommen.

Übrigens: Am Samstag ist IKEA! Hab ich schon mal erwähnt, dass ich dieses Möbelhaus nicht sonderlich mag? In jedem Fall ließ ich mir ja einen Schlafzimmerkasten von diesem Möbelhaus einreden. Unter der Auflage, dass der Einreder dieses Teil mit uns plant, besorgt und aufbaut. Am Montag hat er abgesagt. Jetzt dürfen uns der HTT und ich in ein Möbelhaus begeben, das wir nicht mögen, und einen SZ-Schrank planen, den wir nicht wollten, der aber zugegebener Maßen wirklich praktisch zu sein scheint.
HORRAY!
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Montag, 7. September 2009

Was frau alles lernt!

1. Ein Schrubber mit Plastikstiel ist nicht geeignet, um einen gefliesten Balkon sauber zu reiben. Der Plastikstiel bricht.

2. Man kann dann den Balkon auf den Knien reiben. (Vor den Augen der Nachbarn des gegenüberliegenden Hauses!) Der Muskelkater danach entspricht in etwa 4 Stunden Gewichteheben im Fitneßstudio mit viel zu hohem Gewicht. Und die kaputten Knie dankens einem auch nicht wirklich.

3. Für's Ausmalen sich Farbe schenken zu lassen birgt eventuell Überraschungen der Art, dass die Farbe nicht ausreichend deckt, weil sie zu oft gestreckt wurde.

4. Den Boden mit Zeitungspapier abzudecken ist nur bedingt sinnvoll, weil die Farbe nass, die Zeitung daher auch nass, und die Farbe erst wieder am Boden ist.

5. Wo man nach dem Ausmalen EINES Kammerls überall in den anderen Räumen, die man noch nicht mal betreten hat, Farbtropfen findet, ist unglaublich!

6. Der halbe Twintower darf nicht mehr in Urlaub fahren. Zuviel Arbeit daheim! Wird Zeit, dass er heim kommt.

7. Ein fremdes Klo, das eigentlich schon ins Eigentum übergegangen ist, zu putzen, ist ekelhaft. Mehr als ekelhaft. Die Details erspare ich Ihnen.

8. Beim Baumax ein Endstück für die Armatur zu kaufen ist eine Sache. Diese zuhause auszupacken und montieren zu wollen, eine andere, vor allem, wenn das Endstück nicht das passende Gewinde zum Wasserhahn hat. (Was gleichzeitig heisst, dass ich heute neue Baumax-Erlebnisse sammeln darf. JUHUUUU!)

9. Apropos Baumax: Eine Klobrille in weiß zu kaufen, weil man diese bunten Dinger, wovon eines im Moment das Klo ziert, nicht mag, ist eine Sache. Zu entdecken, dass das Klo aber nicht weiß, sondern beige ist, eine andere. Heute wird also auch noch eine Klobrille gekauft. Und eine weiße Klobrille wäre übrig. Hat jemand Interesse?

10. Nicht zuviel nachdenken, wie das alles gehen soll. Es raubt nur Schlaf und bringt nix.
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Mittwoch, 26. August 2009

Ich kenn mich aus

e-mail vom HTT: „Gehe heute schon um zwei heim, weil die Maschine steht.“
Ich antworte ihm: „Cool, was machst du am Nachmittag? E. hat noch Urlaub, wenn es dich und ihn freut, könntet ihr ja Regale kaufen gehen.“

Nachmittags, 14:30, sms vom HTT: „Fahre jetzt heim, bin hundemüde, bin um kurz vor 5 bei dir.“

Ich verstehe, ich kenn mich aus. Das heisst soviel wie: heute kein Regalkauf mehr.


EDIT 11:10 Uhr - Der 5.000ste Besucher ging mir durch die Lappen, jetzt sinds schon 5.002! DANKE!
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