Das traurige Ende
Zur Weihnachtsfeier Anfang Dezember stand er da, prächtig, wundervoll geschmückt, darunter liebevoll mit Geschenkpapier umwickelte leere Kartons auf einem Schlitten, er war eine Zier, unser Weihnachtsbaum.
Kurz nach Heiligen Drei Könige wurde er abgeschmückt, die leeren Geschenkkartons wurden entfernt, der Schlitten ins Lager verfrachtet, die Lichterkette notdürftig zusammengelegt, damit man sich nächstes Jahr beim Entwirren wieder deftig ärgern kann, und das goldene und rote Lametta verschwand teilweise im Müllkübel, teilweise in den Ritzen des verlegten Hofpflasters. Manchmal blitzt noch eines hervor, wenn man sich die Fugen genauer betrachtet.
So stand er da, unser Firmenweihnachtsbaum. Nackt. Bloßgestellt. Bis gestern.
Gestern wurde er malträtiert. Mit einer Baumschere entledigte man ihn erst aller seiner Äste, bis nur noch der Stamm mit kleinen Stumpen da war, wo früher mal seine prächtigen Äste waren. Dann kam der große Mann mit der Säge, der den Stamm klein sägte, und das letzte Stück Stamm von den Schrauben befreite, die ihn notdürftig und provisorisch mit dem ebenso provisorischen Christbaumkreuz zusammenhielten. All das, was von diesem einst so prächtigen Christbaum übrig war, wurde nun entsorgt. In den Bach geworfen. Einfach so. Er hat ausgedient.
Da bleibt mir nur zu hoffen, dass ich nie ausgedient habe!
Kurz nach Heiligen Drei Könige wurde er abgeschmückt, die leeren Geschenkkartons wurden entfernt, der Schlitten ins Lager verfrachtet, die Lichterkette notdürftig zusammengelegt, damit man sich nächstes Jahr beim Entwirren wieder deftig ärgern kann, und das goldene und rote Lametta verschwand teilweise im Müllkübel, teilweise in den Ritzen des verlegten Hofpflasters. Manchmal blitzt noch eines hervor, wenn man sich die Fugen genauer betrachtet.
So stand er da, unser Firmenweihnachtsbaum. Nackt. Bloßgestellt. Bis gestern.
Gestern wurde er malträtiert. Mit einer Baumschere entledigte man ihn erst aller seiner Äste, bis nur noch der Stamm mit kleinen Stumpen da war, wo früher mal seine prächtigen Äste waren. Dann kam der große Mann mit der Säge, der den Stamm klein sägte, und das letzte Stück Stamm von den Schrauben befreite, die ihn notdürftig und provisorisch mit dem ebenso provisorischen Christbaumkreuz zusammenhielten. All das, was von diesem einst so prächtigen Christbaum übrig war, wurde nun entsorgt. In den Bach geworfen. Einfach so. Er hat ausgedient.
Da bleibt mir nur zu hoffen, dass ich nie ausgedient habe!
flyhigher - 2009/01/27 08:29
x
the white lake knight - 2009/01/27 09:49
Wir sind entsetzt!!!!!
Wieso wurde das kostbarst gülden und rotfeine Lametta nicht sorgfältigst entwirrt, in einzelne Streifen ausgelegt und sodann zärtlichst aufgebügelt? Ach, oh Graus, oh Gram, was für eine Verschwendung.
In den Bach?
Wir werfen sie aus dem Fenster, mit einem Aufschrei nach Odin, dem Chef der zuständigen Müllabfuhr.;)))
Den ausgedienten Baum meinen wir, damit hier keine Missverständnisse aufkommen von wegen ausgedient. ;))))
In den Bach?
Wir werfen sie aus dem Fenster, mit einem Aufschrei nach Odin, dem Chef der zuständigen Müllabfuhr.;)))
Den ausgedienten Baum meinen wir, damit hier keine Missverständnisse aufkommen von wegen ausgedient. ;))))
flyhigher - 2009/01/27 12:14
Odin, der Müllmann! Herrliche Vorstellung!
Man hätte das Holz auch zum Verheizen nehmen können, somit wäre wenigstens noch ein Verwendungszweck gegeben gewesen.
Das Lametta, ja, Streifchen für Streifchen bügeln - ich werde Sie und Ihre Meute nächstes Jahr gegen DreiKönige einladen, dieses zu erledigen. :-)
Man hätte das Holz auch zum Verheizen nehmen können, somit wäre wenigstens noch ein Verwendungszweck gegeben gewesen.
Das Lametta, ja, Streifchen für Streifchen bügeln - ich werde Sie und Ihre Meute nächstes Jahr gegen DreiKönige einladen, dieses zu erledigen. :-)
gulogulo - 2009/01/27 12:23
die leeren kartons könnt ihr ja jetzt noch für den tjugondedag jul, der laut dem ikeanischen kalender gerade stattfindet, hernehmen.
flyhigher - 2009/01/27 13:05
Knuuuuuuuuuuuuuuuut!
schlepp - 2009/01/27 22:13
Also ich fand das auch sehr traurig, unseren schönen Baum einfach auf die Straße zu stellen ... mit all den anderen ... ich bilde mir jetzt einfach ein, daß die alle zusammen in ein Weihnachstbaumaltersheim kommen und dort eine lustige Zeit haben ... sich paaren und dann für neue Bäume im nächsten Jahr sorgen ... ja ich glaube fest daran *g*
flyhigher - 2009/01/28 08:19
oh, das ist ein schöner Glaube, ich werde jetzt auch gläubig!

Trackback URL:
http://flyhigher.twoday.net/stories/5473629/modTrackback