Vom Glück
Glücklich sein ist eine Gabe. Das Glück will hart erarbeitet werden, es fliegt einem nicht einfach zu. Die Arbeit besteht darin, sich jeden Tag, jede Stunde, immer wieder vor Augen zu führen, wie gut es einem geht.
Manchmal geht einem das verloren, manchmal kann man sich sein Glück nicht vor Augen führen. Nämlich dann, wenn einen Ereignisse schwächen. Dann ist es schwer, wenn nicht gar unmöglich, die Bilder des Glücks zu sehen. Auch in diesen Zeiten gilt: Üben, üben, üben, dann kommen die Glückstage wieder von alleine.
Ich darf für mich in Anspruch nehmen, in meinem Leben sehr gut gelernt zu haben, glücklich zu sein, und dieses Glück auch schätzen zu wissen. Auch wenn es dann Personen gibt, die für mich sehr wichtig sind, und trotzdem immer wieder versuchen, mir die Zitronen zuzuschanzen. Egal, nach einer kleinen Weile mach ich wieder Limonade draus, um ein altes Klischee zu bedienen.
Wie gut es mir tatsächlich geht, lässt sich unter anderem (nicht ausschließlich, aber unter anderem) am Leid und an den Sorgen meiner Umgebung ablesen. Da ist ein Ehepaar, bei ihr wurde vor einigen Monaten Bauchspeichelkrebs diagnostiziert. Nun liegt er mit 3(!!!) Bypässen im Krankenhaus. Da ist meine mich liebende Mutter, die sich von allem und jedem persönlich angegriffen fühlt, und als einzig Schuldige an ihrem angeblich so verpfuschten Leben ihre einzige Tochter sieht, und so verbittert ist, dass sie das Leben einfach nicht genießen kann. Da gab es meinen lieben Freund F., sein Todestag jährt sich am Dienstag zum bereits 5. Male, und ich kann mir vorstellen, wie es seiner Mom noch immer damit geht. Oder die Frau meines Onkels, der viel zu früh vor 4 Jahren ins Gras biss, die bis heute nur in schwarzer Trauerkleidung das Haus verlässt und der kaum ein Lachen zu entlocken ist – ganz im Gegensatz zu früher. Und meine Großeltern, die in ihrem hohen Alter miterleben mussten, dass ihr ältester Sohn hundeelend krepieren musste, nach einem wenig würdevollen Todeskampf, und denen für ihre letzten Lebensjahre das Herz herausgerissen wurde, und die nun in ihrem Leben kaum noch Sinn erkennen können.
Glück ist erlernbar. Davon bin ich überzeugt. Ich habe viel gelernt. Und bin sehr dankbar, dass ich Glück lernen durfte, dass mir Instrumente in die Hand gegeben worden sind, mein Glück zu erkennen und zu fassen. Die Arbeit, sich das Glück zu erhalten, ist hart, ist aber nichts im Vergleich zu den Zeiten, wo Kämpfen (gegen Windmühlen natürlich!) bei mir an der Tagesordnung stand. Ich bin glücklich!
Manchmal geht einem das verloren, manchmal kann man sich sein Glück nicht vor Augen führen. Nämlich dann, wenn einen Ereignisse schwächen. Dann ist es schwer, wenn nicht gar unmöglich, die Bilder des Glücks zu sehen. Auch in diesen Zeiten gilt: Üben, üben, üben, dann kommen die Glückstage wieder von alleine.
Ich darf für mich in Anspruch nehmen, in meinem Leben sehr gut gelernt zu haben, glücklich zu sein, und dieses Glück auch schätzen zu wissen. Auch wenn es dann Personen gibt, die für mich sehr wichtig sind, und trotzdem immer wieder versuchen, mir die Zitronen zuzuschanzen. Egal, nach einer kleinen Weile mach ich wieder Limonade draus, um ein altes Klischee zu bedienen.
Wie gut es mir tatsächlich geht, lässt sich unter anderem (nicht ausschließlich, aber unter anderem) am Leid und an den Sorgen meiner Umgebung ablesen. Da ist ein Ehepaar, bei ihr wurde vor einigen Monaten Bauchspeichelkrebs diagnostiziert. Nun liegt er mit 3(!!!) Bypässen im Krankenhaus. Da ist meine mich liebende Mutter, die sich von allem und jedem persönlich angegriffen fühlt, und als einzig Schuldige an ihrem angeblich so verpfuschten Leben ihre einzige Tochter sieht, und so verbittert ist, dass sie das Leben einfach nicht genießen kann. Da gab es meinen lieben Freund F., sein Todestag jährt sich am Dienstag zum bereits 5. Male, und ich kann mir vorstellen, wie es seiner Mom noch immer damit geht. Oder die Frau meines Onkels, der viel zu früh vor 4 Jahren ins Gras biss, die bis heute nur in schwarzer Trauerkleidung das Haus verlässt und der kaum ein Lachen zu entlocken ist – ganz im Gegensatz zu früher. Und meine Großeltern, die in ihrem hohen Alter miterleben mussten, dass ihr ältester Sohn hundeelend krepieren musste, nach einem wenig würdevollen Todeskampf, und denen für ihre letzten Lebensjahre das Herz herausgerissen wurde, und die nun in ihrem Leben kaum noch Sinn erkennen können.
Glück ist erlernbar. Davon bin ich überzeugt. Ich habe viel gelernt. Und bin sehr dankbar, dass ich Glück lernen durfte, dass mir Instrumente in die Hand gegeben worden sind, mein Glück zu erkennen und zu fassen. Die Arbeit, sich das Glück zu erhalten, ist hart, ist aber nichts im Vergleich zu den Zeiten, wo Kämpfen (gegen Windmühlen natürlich!) bei mir an der Tagesordnung stand. Ich bin glücklich!
flyhigher - 2009/10/30 07:28
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