Freude schenken
Freude schenken ist in unserer Familie garnicht so einfach.
Mein Onkel feiert am Samstag seinen 70igsten Geburtstag. Da ich bei meiner Großmutter aufwuchs und diese 10 Kinder hatte, die wiederum teilweise bereits verheiratet waren, aber alle entweder in Großmutters Haus oder in der ganz nahen Umgebung lebten, hatte ich viele Ziehväter und Ziehmütter. So auch mein oben genannter Onkel, der einer der wenigen war, bei dem ich mich sehr wohl und aufgehoben gefühlt habe, der mich nicht andauernd ausgeschimpft oder zurechtgewiesen hat, der viel mit mir unternommen hat...
Also habe ich gestern abend ein Gedicht geschrieben, über meine Erlebnisse mit meinem Onkel. Beim Schreiben schon kamen mir die Tränen der Rührung. Mein Onkel wird sich über dieses Gedicht sehr freuen, und wird ebenfalls Tränen der Rührung in den Augen haben.
Im selben Moment denke ich daran, dass meine Mutter vermutlich ebenfalls bei der Feier sein wird. Lese ich dieses Gedicht vor, fühlt sie sich wieder zurückgesetzt. Dabei würde es grad so gut funktionieren zwischen uns zwei. Will ich das wirklich gefährden?
Antwort: Ja. Sie hat mich bei den Großeltern abgegeben. Es war nicht meine Entscheidung, bei ihren Eltern und all ihren Geschwistern groß zu werden. Und wenn ich meinem Onkel "Danke" sagen möchte, vor versammelter Mannschaft, dann muss sie das "halten können". Wenn sie nicht damit zurecht kommt, muss sie halt wieder ein paar Wochen spinnen. Ich kann ihr nicht helfen.
Mein Onkel feiert am Samstag seinen 70igsten Geburtstag. Da ich bei meiner Großmutter aufwuchs und diese 10 Kinder hatte, die wiederum teilweise bereits verheiratet waren, aber alle entweder in Großmutters Haus oder in der ganz nahen Umgebung lebten, hatte ich viele Ziehväter und Ziehmütter. So auch mein oben genannter Onkel, der einer der wenigen war, bei dem ich mich sehr wohl und aufgehoben gefühlt habe, der mich nicht andauernd ausgeschimpft oder zurechtgewiesen hat, der viel mit mir unternommen hat...
Also habe ich gestern abend ein Gedicht geschrieben, über meine Erlebnisse mit meinem Onkel. Beim Schreiben schon kamen mir die Tränen der Rührung. Mein Onkel wird sich über dieses Gedicht sehr freuen, und wird ebenfalls Tränen der Rührung in den Augen haben.
Im selben Moment denke ich daran, dass meine Mutter vermutlich ebenfalls bei der Feier sein wird. Lese ich dieses Gedicht vor, fühlt sie sich wieder zurückgesetzt. Dabei würde es grad so gut funktionieren zwischen uns zwei. Will ich das wirklich gefährden?
Antwort: Ja. Sie hat mich bei den Großeltern abgegeben. Es war nicht meine Entscheidung, bei ihren Eltern und all ihren Geschwistern groß zu werden. Und wenn ich meinem Onkel "Danke" sagen möchte, vor versammelter Mannschaft, dann muss sie das "halten können". Wenn sie nicht damit zurecht kommt, muss sie halt wieder ein paar Wochen spinnen. Ich kann ihr nicht helfen.
flyhigher - 2009/08/21 07:30
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