Vom Schnee zugeparkt
Dort, wo ich zuhause bin, wird der Parkplatz von den Anwohnern des Hauses, den Kunden des gegenüber liegenden Lebensmittelmarktes und den Kunden der Tabak-Trafik im Erdgeschoss des Wohnhauses genutzt. Abends parken meist nur mein Nachbar und ich auf diesem Platz. Ein Agreement zwischen meinem Vermieter und dem Schneepflugfahrer führt dazu, dass dieser (der Schneepflugfahrer) morgens zwischen 5.00 und 6.00 Uhr den Parkplatz vom Schnee befreit. Mein Vermieter hätte dann gerne, dass ich aufstehe, und mein Auto in der Zeit umparke. Also wenn der Schneepflugfahrer die eine Seite ausgeschert hat, soll ich mein Auto zur ausgescherten Seite fahren, um ihm zu ermöglichen, die andere Seite auszuscheren. Dass dies meinen Schlafgewohnheiten nicht entgegen kommt, und dass der Schneepflugfahrer irgendwann zwischen 5.00 und 6.00 Uhr kommt, und ich somit schlimmsten falls eine Stunde auf das beschaufelte Monstrum warte, hat ihn nicht weiter gestört, er hat ja Garage, er muss ja nicht aufstehen.
Nun, da ich mich weigere diesem Flehen meines Vermieters nachzukommen, sehe ich es als meinen Sport an, bei Schneefall am Wochenende halt mal tagsüber mein Auto umzuparken und meinen Parkplatz händisch auszuschaufeln – ist ja kein Problem.
Da der Schneepflugfahrer vor unserem Haus auf dem letzten (oder auch ersten, kommt natürlich auf die Sichtweise an) Parkplatz einen üblen großen Haufen Schnee abgeladen hat, den er zuvor vom Parkplatz geräumt hat, habe ich allerdings letztens, da ich mich außer Stande sah, den Parkplatz auszuschaufeln (es handelte sich mittlerweile um 3 Parkplätze, da ich nicht mehr der einzige nächtens parkende Mitbewohner war) mein Auto in Fahrtrichtung, quer zum Schneehaufen umgeparkt, um dem Schneepflugfahrer am nächsten Morgen zwischen 5.00 und 6.00 Uhr früh zu ermöglichen, die ganze Länge des Parkplatzes bis zum Schneehügel in der Höhe eines Einfamilienhauses zu räumen.
Das tat er auch, und er tat noch viel mehr. Er schob mir sowohl vorne, als auch seitlich, als auch hinten, noch einen Haufen dazu. Ok, das ärgert mich weiter nicht, denn wie soll er es sonst bewältigen, ohne mein Auto zu beschädigen, so eine Schaufel ist schließlich groß, und kann sehr zerstörerische Wirkung haben.
Als ich nun versuchte, meine Karre aus dem Kerker zu befreien, und dies natürlich scheiterte, und ich eine Schneeschaufel zuhjlfe nahm, blieb auf der anderen Straßenseite ein Mann stehen, und schaute mir grinsend zu. Der erste Versuch nach Schaufelung, mein Auto rauszufahren, misslang, also nochmal schaufeln. Und dieser Mann schaute mir noch immer grinsend zu.
Also ging ich zu ihm rüber auf die andere Straßenseite, holte mit der Schaufel weit aus, und schlug ihm den Schädel ein.
Hätt ich gern gemacht. In Wahrheit hab ich mich darauf beschränkt, ihn zu fragen, ob er glaubt, dass meine Situation dadurch verbessert würde, wenn er mir grinsend zusieht. Er verstand mich nicht, er sprach ein sehr gebrochenes Deutsch. Ich schaufelte also meine 2. Runde, und war sicher, nun ohne Probleme mein Auto aus dem Schneekerker fahren zu können – da plötzlich bot er seine Hilfe an, er wollte anschieben – mein Auto, nicht mich! Ich bedankte mich artig, lehnte aber ab, zum Schluss hätt ich noch unabsichtlich den falschen Gang eingelegt und ihn glatt überfahren.
Nun, da ich mich weigere diesem Flehen meines Vermieters nachzukommen, sehe ich es als meinen Sport an, bei Schneefall am Wochenende halt mal tagsüber mein Auto umzuparken und meinen Parkplatz händisch auszuschaufeln – ist ja kein Problem.
Da der Schneepflugfahrer vor unserem Haus auf dem letzten (oder auch ersten, kommt natürlich auf die Sichtweise an) Parkplatz einen üblen großen Haufen Schnee abgeladen hat, den er zuvor vom Parkplatz geräumt hat, habe ich allerdings letztens, da ich mich außer Stande sah, den Parkplatz auszuschaufeln (es handelte sich mittlerweile um 3 Parkplätze, da ich nicht mehr der einzige nächtens parkende Mitbewohner war) mein Auto in Fahrtrichtung, quer zum Schneehaufen umgeparkt, um dem Schneepflugfahrer am nächsten Morgen zwischen 5.00 und 6.00 Uhr früh zu ermöglichen, die ganze Länge des Parkplatzes bis zum Schneehügel in der Höhe eines Einfamilienhauses zu räumen.
Das tat er auch, und er tat noch viel mehr. Er schob mir sowohl vorne, als auch seitlich, als auch hinten, noch einen Haufen dazu. Ok, das ärgert mich weiter nicht, denn wie soll er es sonst bewältigen, ohne mein Auto zu beschädigen, so eine Schaufel ist schließlich groß, und kann sehr zerstörerische Wirkung haben.
Als ich nun versuchte, meine Karre aus dem Kerker zu befreien, und dies natürlich scheiterte, und ich eine Schneeschaufel zuhjlfe nahm, blieb auf der anderen Straßenseite ein Mann stehen, und schaute mir grinsend zu. Der erste Versuch nach Schaufelung, mein Auto rauszufahren, misslang, also nochmal schaufeln. Und dieser Mann schaute mir noch immer grinsend zu.
Also ging ich zu ihm rüber auf die andere Straßenseite, holte mit der Schaufel weit aus, und schlug ihm den Schädel ein.
Hätt ich gern gemacht. In Wahrheit hab ich mich darauf beschränkt, ihn zu fragen, ob er glaubt, dass meine Situation dadurch verbessert würde, wenn er mir grinsend zusieht. Er verstand mich nicht, er sprach ein sehr gebrochenes Deutsch. Ich schaufelte also meine 2. Runde, und war sicher, nun ohne Probleme mein Auto aus dem Schneekerker fahren zu können – da plötzlich bot er seine Hilfe an, er wollte anschieben – mein Auto, nicht mich! Ich bedankte mich artig, lehnte aber ab, zum Schluss hätt ich noch unabsichtlich den falschen Gang eingelegt und ihn glatt überfahren.
flyhigher - 2009/02/23 07:56
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