Freitag, 3. Juli 2009

Selbständig

Ich bin sehr selbständig. No na. Hab ja auch mein Leben lang allein gelebt, und habe mir somit alles selbst gerichtet und organisiert.
Nun gibt es einen halben Twintower. Und seit gestern überlege ich so, was er eigentlich für mich tut, außer mich zu lieben, was ja eh schon eine ganze Menge ist.

Als wir von unserem wundervollen, wirklich harmonischen Urlaub zurückkamen, war eigentlich abgemacht, dass wir essen gehen, und er fährt, nachdem ich die 1100 km Autofahrt hin und retour alleine bestritten habe (weil ich weiss, dass er sehr ungerne fährt, und hochgradig nervös wird, wenn er sich nicht auskennt). Eine halbe Stunde nachdem wir zuhause ankamen, war er weg. Hat sich verabschiedet, um mit seinem Bruder ziehen zu gehen. Später erfuhr ich, dass er bereits eine weitere halbe Stunde später beim Bruder zuhaus gesessen hat.

Da mein halber Twintower nicht unbedingt der geschickteste Handwerker oder Reparateur ist, war ich froh, endlich eine Sache gefunden zu haben, die er übernehmen kann. Nämlich, sich um die Räder zu kümmern. Ich bat ihn vor 2 Monaten, doch dafür zu sorgen, dass die Räder geserviced werden. Das Ergebnis? Ich werde heute, nachdem ich mein Auto beim ÖAMTC abgegeben habe, zu Fuß nach Hause marschieren, dort mein Rad holen, in den 5 km entfernten Ort zum Radservice bringen, und zu Fuß wieder zu meinem Auto marschieren, um vom ÖAMTC damit heimzufahren.

Klar, er kauft am Wochenende morgens die Brötchen fürs Frühstück. Er geht einkaufen, wenn ich ihn darum bitte. Er trocknet ab. Das wars aber dann auch schon.

Ich koche. Ich bereite das Frühstück. Ich lasse die Fotos vom Urlaub für ihn ausarbeiten und gebe sie liebevoll in ein Album, wo ich schon die Fotos von seinen Jungs von unserem letzten Ausflug drin hab, damit er was hat, was er sich zuhause anschauen kann, weil ich weiss, dass er das möchte. Dafür fahre ich übrigens durch die halbe Stadt mit dem Rad in der Schwüle der letzten Tage. Ich bestreite unser komplettes Leben, unsere volle Freizeitbeschäftigung. Nur arbeiten geht er selbständig ;-). Auch wenn ich ihn einbinde, ihn frage, was wir denn am Wochenende machen. Von ihm kommt nix. Wenn ich mich nicht darum kümmere, sitzen wir das ganze Wochenende zuhaus, unterbrochen von einem Spaziergang rund ums Haus.

Wenn ich ihm das alles um die Ohren knalle sage, kommen 3 Antworten:

1. Wenn er etwas organisieren würde, würde mir das Ergebnis eh nicht passen und ich würde nur daran herummeckern. (hat er noch nie versucht).

2. Hat er mit seinen Kindern soviel um die Ohren, dass er einfach nicht an solche Dinge denken kann. (Mit seinen Kindern telefoniert er maximal, und in dem gestrigen Fall haben sie ihn halt geärgert, wobei der Ärger eigentlich mich treffen hätte müssen, weil den Kids die Ed Hardy T-Shirts, die ich ihnen im Urlaub gekauft habe, nicht gefallen haben). Und arbeiten muss er schließlich auch noch.

3. Er dachte nicht, dass das mit dem Radservice so dringend ist.

So, und jetzt? Wie ich das löse, weiss ich noch nicht, ich weiss nur, es geht mir auf den Keks. Ich weiss auch, dass dieser Beitrag in meinem Blog eigentlich nix zu suchen hätte (weil gähnend langweilig und privat und und und) und ich mir das im Moment einfach nur von der Seele schreibe.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Ich glaub es kaum!

Da geh ich ganz unschuldig dahin, zu meinem Auto, und glaube, ich trau meinen Augen nicht. Vor mir 2 Mädchen, nicht älter als 12 Jahre, schieben ein Fahrrad vor sich her, beide brav einen Fahrradhelm auf. Allein die Fußbekleidung mutet eigenartig an. Beide tragen kniehohe Damenstiefel mit jeweils 7 cm Absätzen. Hallo? Hab ich irgendwas versäumt? Solche Stiefel konnte ich mir höchstens aus Mutters Schuh-Fundus mopsen, die waren 5 Nummern zu groß. Und hätte ich mit sowas das Haus verlassen, vermute ich, sie wäre mir mit dem Teppichklopfer nachgerannt (was nicht das erste Mal gewesen wäre). Obendrein hätt ich mit sowas nicht gehen, geschweige denn Radfahren können.

Soviel zum Thema "Die Jugend von heute"!

Mittwoch, 1. Juli 2009

Trauma

Bitte kommentieren Sie heute nicht zu laut. Frau Flyhigher hat Schädel-Hirn-Trauma mit beigeschmacklichem Unwohlsein in der Magengegend.

Hier schreibt heute Frau Flyhighers letzte Gehirnzelle, die sie noch nicht im Suff ertränkt hat - ich bange um mein Leben, liebe Leser!!!

Schuld daran ist jedoch nicht Frau Fly selbst, wie Sie vielleicht meinen mögen. Neinein. Schuld daran ist die böse Frau Nachbarin, die Frau Fly nach dem Sport zu sich in den Garten lockt, und dann mit Wein aufwartet. Frau Fly wollte sich noch wehren, sie hatte nämlich keine Zigaretten dabei... Doch die böse Frau Nachbarin ließ dies nicht gelten und bot auch noch diese feil.

Ich werde höchstpersönlich diese böse Frau Nachbarin anzeigen. Das ist Verführung von... von... von... ja verflixt noch mal, wovon denn, von schwachen, wehrlosen Flys?

Dienstag, 30. Juni 2009

Diesel

In Salzburg ist zur Zeit das Tankparadies. Diesel um 58 cent. So hab ich das letzte Mal vor 20 Jahren getankt... - naja, noch hab ich nicht getankt, gestern war ich sportlich mit dem Rad unterwegs...

Herr Friesacher, der Verantwortliche für die Preise meinte gestern in einem Fernsehinterview, er verkaufe zur Zeit den Sprit etwa 30 cent unter dem Einkaufspreis. Er versuche damit aufzuzeigen, wie irrational Tankstellen reagieren würden (die Konkurrenz hatte ebenfalls sofort den Preis gesenkt). Schön. Dafür wird jetzt die Wettbewerbsbehörde an seine Türe klopfen. Weniger schön.

Ich bin nicht ganz sicher, was ich von dieser Aktion halten soll. Natürlich ist es nett, eine Tankfüllung zum halben Preis zu erhalten. Wenn er allerdings die Wahrheit sagt, und 30 cent unter Einkaufspreis (ich hoffe, er meinte wenigstens Einstandspreis) verkauft, stelle ich die Milchmädchenrechnung an, dass der Liter im EK 88 cent kostet. Damit wären die Spritpreise, die auf den gängigen Tankstellen angeschrieben sind, meines Erachtens nach nicht übertrieben - schließlich zahlt man Personal, Pacht, whatever, und verdienen will man ja auch noch was. Da bin ich wirklich gespannt, zu welchem Preis die Hofer-Tankstellen von Herrn Friesacher den Diesel verkaufen, wenn die Aktionitis vorüber ist. Viel Unterschied zu einer Jet wird vermutlich nicht sein...

Montag, 29. Juni 2009

Back

So schnell vergeht eine Woche, das Meersalz ist auf Haut und in den Haaren nicht mehr vorhanden, der Duft des Meeres ist ebenfalls bereits der Nase entwichen, nur noch Erinnerung.

Kroatien1

Kroatien3

Am Tag der Anreise Bewölkung, Aufbruch zu einem ausgedehnten Strandspaziergang. Nach einiger Zeit entdecken wir eine Bucht, und entschließen uns, das Meer zu testen - weit und breit kein Mensch in Sicht, Badeklamotten im Hotel - egal, rein ins Wasser.
Pech nennt man, dass dann doch ziemlich viele Leute vorbei kamen. Pech nennt man, dass man "No FKK" erst las, als man wieder aus dem Wasser kam. Glück nennt man, dass die Klamotten und Habseeligkeiten nicht geklaut wurden. (Bild durch klick vergrößerbar...)

Kroatien2

Freitag, 19. Juni 2009

Abschied für 1 Woche

Ich habe heute meinen letzten Arbeitstag. Am Sonntag früh gehts mit meinem halben Twintower nach Istrien. Bis dorthin muss ich noch

- beim A1 Shop vorbei
- Auto waschen und saugen
- Auto herrichten lassen (rechte Feder und Spurstangenkopf)
- Wohnung putzen
- Allerlei Krimskrams für den Urlaub einkaufen

Stress sondergleichen also.

Gehabt euch wohl in der Zwischenzeit und stellt mir nix an!

Mittwoch, 17. Juni 2009

Berührt

In einer Serie gab es eine Sterbeszene. Jemand beugte sich genauso über den Sterbenden, wie ich es bei meinem Stiefvater tat. Er flüsterte ihm Worte zu, wie ich es bei meinem Stiefvater tat. Es waren die letzten paar Minuten seines Lebens, und er verstarb in seinen Armen, so wie mein Stiefvater in meinen.
Und ich brach in verzweifelte Tränen aus, konnte mich nur schwer wieder beruhigen, das Gefühl der Ungerechtigkeit, Machtlosigkeit, Angst, Verzweiflung von vor nicht ganz einem Jahr kam wieder hoch. Ich bin wohl noch lange nicht durch mit diesem Thema.

Dienstag, 16. Juni 2009

Reden halten

Ich bin nicht dafür gemacht, vor 12 etwa 17jährigen SchülerInnen + 1 Lehrerin eine kurze, etwa zweiminütige Begrüßungsrede zu halten. Ich war genauso nassgeschwitzt wie bei meinem ersten Kundentermin, und habe nicht flüssig gesprochen. Ärgerlich, das.

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